Praxis der Rechtspsychologie
Themenschwerpunkt: Tathergangsanalyse
Ausgabe 1/2008
ISSN 0939-9062
Erscheinen: halbjährlich
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In der Rechtspsychologie bzw. der forensischen Psychologie spielen die systematische Analyse des Straftäters und der jeweiligen Tat seit jeher eine bedeutsame Rolle. In der polizeilichen Arbeit hingegen hat in den USA eine kriminalpsychologische Methode zunehmend an Bedeutung gewonnen, die unter dem Namen „Profiling“ bekannt wurde und deren Grundprinzip dem der forensischen Psychologie oder Psychiatrie entgegengesetzt ist: Man versucht von dem am Tatort gezeigten Verhalten oder dem Tathergang Rückschlüsse auf die Täterperson zu ziehen. Heute nennt man die weiterentwickelte Methode im polizeilichen Kontext „Tathergangsanalyse“. Seit Ende der 90er Jahre hat ein intensiver interdisziplinärer Austausch zwischen Polizei, Rechtsmedizin, Psychologie und Psychiatrie stattgefunden, um den jeweiligen Fachgebieten einen Erkenntnisgewinn zu sichern. In dem vorliegenden Heft erläutern renommierte Experten aus rechtspsychologischer und forensisch-psychiatrischer Sicht die Grundlagen, Anwendungsbereiche, Nutzen und Grenzen der Tathergangsanalyse.
Gegründet als Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Sektion Rechtspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) hat sich die halbjährlich erscheinende Zeitschrift Praxis der Rechtspsychologie im Laufe der Jahre zu einem renommierten Fachorgan entwickelt, das Bezüge zwischen Wissenschaft und Praxis herstellt und somit einen Beitrag zu einer wissenschaftlich begründeten Praxis liefert. Neben den Themenbereichen der Rechtspsychologie werden psychologisch relevante juristische und rechtspolitische Probleme behandelt. Jede Ausgabe enthält mehrere Aufsätze zu einem Schwerpunktthema, zudem Diskussions- und Praxisbeiträge, Falldarstellungen, Leserbriefe, Tagungsberichte, Rechtsprechung und Literaturhinweise.
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