Wirtschaftspsychologie aktuell
Themenschwerpunkt: Herausforderung Stress
Ausgabe 2/2010
ISSN 1611-9207
Erscheinen: viermal jährlich
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Herausforderung Stress
Mitarbeiter müssen heute immer schneller immer komplexere Aufgaben bewältigen. Zum steigenden Leistungsdruck kommen die Angst vor Jobverlust und unsichere Arbeitsverhältnisse. Das alles fordert seinen Tribut. Stresserkrankungen nehmen rasant zu und kosten die Unternehmen viel Geld. Doch während Gesundheitsprogramme in vielen Firmen bereits zum Standard gehören, galten psy chische Belastungen bisher oft noch als Tabu. Um sie zu reduzieren, genügt jedoch kein individueller Ansatz. Dazu sind auch Änderungen im Management und beim Führungsstil notwendig. Sonst kommt es schnell zur sogenannten interessierten Selbstgefährdung. Mitarbeiter riskieren – auch ohne Anweisung von oben – ihre Gesundheit, sei es aufgrund des Strebens nach Erfolg oder aus Angst vor dem Misserfolg. Vom Tabu zum Kostenfaktor – warum die Psyche plötzlich ein Thema für Unternehmen ist Psychische Störungen sind zu einem wichtigen Kostenpunkt geworden. Immer mehr Unternehmen starten Initiativen, um den Psycho-Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren. Dr. phil. Rosmarie Mendel, Diplom-Psychologin, Diplom-Sozialpädagogin, Projektmanagement des Programms „Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz“, Centrum für Disease Management, Technische Universität München Dr. med. habil. Johannes Hamann, Humanmediziner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Centrum für Disease Management, Technische Universität München Dr. med. Werner Kissling, Humanmediziner, Leiter des Centrums für Disease Management, Technische Universität München Burnout – was ist das? Eine kritische Annäherung an ein Phänomen Die Selbstverständlichkeit, mit der über Burnout gesprochen wird, steht in krassem Missverhältnis zur wissenschaftlichen Evidenz. Denn bis heute gibt es keine eindeutige Diagnostik und dementsprechend auch keine spezifische Behandlung. Prof. Dr. phil. Dr. med. Andreas Hillert, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und psychotherapeutische Medizin, Chefarzt der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee Interessierte Selbstgefährdung: Nebenwirkung moderner Managementkonzepte Immer mehr Mitarbeiter riskieren durch ihr persönliches Handeln bewusst ihre Gesundheit und unterlaufen so Regelungen und Vereinbarungen zum Gesundheitsschutz. Ausgelöst wird diese Dynamik oft durch produktivitätssteigernde Managementkonzepte. Professor Dr. Andreas Krause, Studiengangsleiter des CAS Betriebliches Gesundheitsmanagement und Dozent für Angewandte Psychologie an der Fachhochschule Nordwestschweiz Cosima Dorsemagen, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Expertin für Zusammenhänge neuer Managementmethoden mit der Gesundheit von Beschäftigten Dr. Klaus Peters, Philosoph und Vorstandsmitglied des Cogito-Instituts für Autonomieforschung e. V. in Berlin; Begründer des Konzepts der interessierten Selbstgefährdung Stress durch die Krise: Eine Analyse der Veränderungen im Coaching Die Wirtschaftskrise hat nicht nur die Anforderungen an Manager verändert, sondern auch die Inhalte und Themen von Coaching-Prozessen. Dr. Karin von Schumann, Diplom-Psychologin, Managementberaterin und Coach, Lehraufträge an der Fachhochschule für angewandtes Management (FHAM) in Erding Charlotte Goldstein, Diplom-Sozialpädagogin, Bildungsreferentin für die Wirtschaft (IHK), ausgebildete Familientherapeutin und Coach Spielraum für persönliche Ziele – Evaluation und Transfersicherung von Stress-Seminaren Als Maßnahme der betrieblichen Gesundheitsförderung müssen psychologische Programme zu Stressbewältigung ökonomisch und zielorientiert sein. Mit der objektiven Messung subjektiver Ziele lässt sich der Erfolg einer angestrebten Verhaltensänderung langfristig quantifizierbar machen. Dr. Andrea Fuchshuber, Diplom-Psychologin, Promotion in Klinischer Psychologie und Gesundheitspsychologie, Leiterin des Nürnberger Instituts für psychologische Gesundheitsförderung grünblick „Respekt und Resultate“: Die Deutsche Post DHL setzt auf gesundheitsförderliche Führungskultur Um die psychische Gesundheit seiner Mitarbeiter zu erhalten, setzt der Konzern auf den Respekt für den Einzelnen und nimmt dabei vor allem seine Führungskräfte in die Pflicht. Dr. med. Andreas Tautz, Chief Medical Officer bei der Deutschen Post DHL, verantwortlich für die Strategie des Konzerngesundheitsmanagements Mit Spezialisten-Hilfe: Wie Eon Energie Stress-Prävention ins Gesundheitskonzept einbindet Bei der Integration seiner neuen Kampagne zum Thema „Stress und psychische Belastung“ in das bestehende Gesundheitsmanagement ging der Energiekonzern neue Wege. Tanja Hahn, Diplom-Psychologin, Mitarbeiterin im Eon Energie Gesundheitsmanagement Dr. phil. Uwe Nickel, Sportwissenschaftler, Gesundheitsmanager bei Eon Energie in München Alles im Lot? Womit die Commerzbank psychische Belastungen reduziert 2008 startete bei der Commerzbank das Projekt „Im Lot – Ausgeglichen bei der Arbeit“, in das die Aussagen von 15 000 Bankmitarbeitern einflossen. In einer wissenschaftlich begleiteten Studie ermittelte die Bank, welche Arbeitsplatzfaktoren die Mitarbeiter besonders beanspruchen, und leitete daraus gezielte Maßnahmen ab. Karin Goldstein Leitung Health Management Commerzbank, Group Human Resources, Frankfurt am Main Arbeiten und ausruhen: Leistungsfähig durch Erholung in der Freizeit Wovon hängt es ab, wie gut wir uns am Feierabend erholen? Welche Aktivitäten wirken besonders erholsam? Und wie hängt der Stress im Job mit der Erholungsfähigkeit zusammen? Ein Überblick über die Ergebnisse der Forschung. Dr. Carmen Binnewies, Diplom-Psychologin, Juniorprofessorin für Occupational Health Psychology an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Verena C. Hahn, Diplom-Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Forum Innere Verhinderer und Kompetenz-Scham: Wie der Erfolg als Unternehmerin trotzdem gelingt Nicht nur gesellschaftliche und ökonomische Faktoren schränken Frauen in ihrem unternehmerischen Handeln ein, sondern auch ihre verinnerlichten Vorstellungen darüber, was sie sich selbst zutrauen und was ihnen nicht möglich ist. Dr. Heidi Möller, Diplom-Psychologin, Professorin für Theorie und Methodik der Beratung an der Universität Kassel und Coach Dr. Kornelia Steinhardt, Psychoanalytikerin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien und Coach Soziale Kompetenz: Warum viele Fördermaßnahmen wirkungslos sind Die Bedeutung sozialer Kompetenz ist längst erkannt. Doch bleiben Fördermaßnahmen oft wirkungslos, weil Personalentwicklungsprozesse nicht fundiert durchdacht und geplant wurden. Nur wenn Bedarfsanalyse, wissenschaftliche Methoden der Kompetenzentwicklung und eine anspruchsvolle Evaluation ineinandergreifen, ist eine effiziente Förderung möglich. Professor Dr. Uwe Peter Kanning, Diplom-Psychologe, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Fachhochschule Osnabrück Cooperative Praxis – eine neue Form der Konfliktregelung Bei der Cooperativen Praxis arbeiten Anwälte, Fachexperten und Coaches zusammen und übernehmen als Team die Gesamtverantwortung für den Prozess der Konfliktlösung. Das Vorgehen, das bereits erfolgreich bei Familienkonflikten und im Non-Profit-Bereich eingesetzt wird, lässt sich auch in Unternehmen anwenden. Dr. Margret Klinkhammer, Wirtschaftsmathematikerin, Geschäftsführerin Leadership Focus GmbH, Organisationsentwicklung und Mediationsausbildung, München Dr. Gisela Mähler, Rechtsanwältin, Mediations- und Cooperative-Praxis-Ausbilderin, München Dr. Hans-Georg Mähler, Rechtsanwalt, Mediations- und Cooperative-Praxis-Ausbilder, München
Wirtschaftspsychologie aktuell ist das führende unabhängige Fachmagazin für wirtschafts- und personalpsychologische Themen und Trends. Wirtschaftspsychologie aktuell setzt Akzente, indem in jeder Ausgabe ein wirtschaftliches Schwerpunktthema aus psychologischer Perspektive behandelt wird. Dabei verknüpft die Zeitschrift wissenschaftlich fundierte und aktuelle Fachinformationen mit strikter Praxisorientierung. Die Artikel des jeweiligen Themenschwerpunkts werden von renommierten Autoren beigesteuert, die über eine umfassende Expertise verfügen. Sie vermitteln dem Leser neue Ideen, interdisziplinäres Know-how und profundes Handlungswissen im Bereich Wirtschaft & Psychologie. Wirtschaftspsychologie aktuell wendet sich an Wirtschaftspsychologen, Personalentscheider, Trainer, Unternehmensberater, Führungskräfte, Geschäftsführer und Marketingexperten. Bezugspreise Einzelheft € 21,45 (inkl. € 1,45 Versandkosten) Bezugspreise Abonnement Schnupper-Abonnement 2 aktuelle Ausgaben zum Preis von 29,00 € (inkl. Versand)Sie sparen damit gegenüber dem regulären Heftpreis mehr als 27%!Jahresabonnement (alle Preise inkl. Versand):Inland 72,00 €BDP-Mitglieder 57,60 € - Bitte bei Ihrer Online-Bestellung Ihre BDP-Mitgliedsnummer im Bemerkungsfeld angeben!Ausland 75,00 €Studierende/Arbeitslose 36,00 € Das Jahresabonnement gilt zunächst für ein Jahr. Es verlängert sich zu den jeweils gültigen Bedingungen um ein weiteres Jahr, wenn es nicht mit einer Frist von sechs Wochen zum Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wird. Bezugspreise HeftarchivHeftarchiv Einzelheft (alle Preise inkl. Versand): Einzelheft 18,00 € Heftarchiv 3 Hefte (alle Preise inkl. Versandkosten):3 Hefte 50,00 €3 Hefte Studierende/Arbeitslose 29,00 €weitere lieferbare Ausgaben: Leadership (1/2007) Eignungsdiagnostik (2/2007) Psychologie des Verkaufens (4/2007) Going global (1/2008) Coaching - quo vadis? (2/2008) Talentmanagement (3/2008) Innovation (4/2008) Karriere (1/2009) Change (2/2009) Weiterbildung (3/2009) Unternehmertum (4/2009)
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