Wirtschaftspsychologie aktuell
Themenschwerpunkt: Coaching im Aufwind
Ausgabe 3/2011
ISSN 1611-9207
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Coaching boomt, und der Markt wird immer unübersichtlicher. Doch wie lassen sich die verschiedenen Segmente vom Hobby-Coach bis zum professionellen Berater sortieren? Auch die Zahl der Coaching-Ausbildungen ist längst unüberschaubar. Dabei sind die Anforderungen an einen guten Coach hoch. Er braucht ein umfangreiches Methoden-Repertoire, er muss organisationalen Kontext und die Persönlichkeit seines Coachee berücksichtigen und sich selbst gut kennen. Mit der Zahl der Coachs steigt auch der Wettbewerb um lukrative Aufträge. Dabei setzen manche Organisationen wie die Stadt München verstärkt auf interne Coachs, die weniger kosten. Preisgünstiger – und manchmal sogar effektiver – wird es auch, wenn Coach und Coachee per Telefon, E-Mail oder Videokonferenz kommunizieren. Pioniere, Nebenbei-Coachs und Kunsthandwerker: Die heterogene Coaching-Szene Ist Coaching schon eine Profession? Eine launige Analyse zum Stand des Coachings. Dr. Wolfgang Looss, Diplom-Kaufmann, Aus- und Fortbildungen in Gestalttherapie, Gruppendynamik, Systemischer Familientherapie und Organisationsberatung und Grandseigneur der Coaching-Branche „Denn sie wissen (oft) nicht, was sie tun“: Sechs Thesen zu einer guten Coaching-Ausbildung Der Markt der Coaching-Ausbildungen ist mindestens so vielfältig wie der Coaching-Markt selbst. Obwohl verschiedene Verbände Qualitätskriterien definiert haben, ist die Orientierung im Markt noch immer ein anspruchsvolles Unterfangen. An welchen Kriterien lässt sich „gute“ Coaching-Ausbildung festmachen? Dr. Heidi Möller, Diplom-Psychologin, Professorin für Theorie und Methodik der Beratung an der Universität Kassel und Coach Silja Kotte, Diplom-Psychologin, Supervisorin DGSv, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theorie und Methodik der Beratung, Universität Kassel Andreas Liebelt, Diplom-Psychologe, Supervisor DGSv/BDP, Mensch & Arbeit Consulting, Münster Führung und Persönlichkeit: Wenn Motive und Anforderungen auseinanderklaffen Wer ins Coaching kommt, will sich meist verändern. Doch Verhaltensänderungen sind nur sinnvoll, wenn sie zum persönlichen Motivprofil passen. Dr. Joachim Siegbert Krug, Diplom-Psychologe, tätig im Bereich Führungskräfteschulung und Organisationsentwicklung, Essen Petra Bannier, Diplom-Psychologin, Trainerin und Coach, Aus- und Weiterbildnerin für Coachs, Berlin Gefahr der Personalisierung: Warum Coachs auch die Organisation berücksichtigen müssen Motivationsprobleme, große Arbeitsbelastung oder Unzufriedenheit mit ihrer Rolle führen Manager häufig zum Coach. Doch nicht immer liegen die Ursachen dafür auf der persönlichen oder unmittelbar zwischenmenschlichen Ebene. Ein Coach muss daher auch das organisationale Umfeld berücksichtigen. Achim Mollbach, Diplom-Psychologe, Principal bei Kienbaum Management Consultants in Düsseldorf, Lehrcoach der Ausbildung zum Management Coach sowie Referent der Ausbildung zum Business Change Expert der Kienbaum Academy Virtuelles Coaching: Wie moderne Medien die Art der Beratung verändern Coaching setzt nicht mehr unbedingt ein persönliches Treffen voraus. Es kann auch per Telefon, E-Mail oder Videokonferenz stattfinden und ist dabei manchmal sogar noch zielgerichteter und effektiver. Dr. Harald Geißler, Professor für Allgemeine Pädagogik unter besonderer Berücksichtigung der Berufs- und Betriebspädagogik an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg Starker Transfer: Umsetzungsbezogene Unterstützung im Coaching Ein Online-Persönlichkeitstest kann helfen, im Coaching erarbeitete Lösungsansätze im Alltag besser umzusetzen. Ein Anwendungsbericht. Dr. Sandra Müller, Magister in Linguistik, Interkulturelle Kommunikation und Psychologie, Promotion in Kommunikationswissenschaften, Kommunikationsberatung Simply Ahead, München Dr. Eva B. Müller, Diplom-Pädagogin, Promotion zum Thema Charisma, Inhaberin von Müller & Müller Agentur für Führung und Kommunikation, Köln Coaching von Studierenden für Studierende: Evaluation einer Ausbildung zum Karriere-Coach Was bringt es, wenn Studierende Coaching-Kompetenzen lernen und diese in der Praxis mit anderen Studierenden umsetzen? Sowohl Coachs als auch Coachees profitieren dabei, wie eine empirische Untersuchung zeigt. Lucia Biberacher, Diplom-Psychologin, München Dr. rer. nat. Micha Strack, Diplom-Psychologin, Privatdozentin an der Universität Göttingen Isabell Braumandl, Diplom-Psychologin, Diplom-Ökonomin, Sportpsychologin, Geschäftsführerin Coaching- & Beratungs-Centrum Regensburg Mit dem Coachee auf Weltreise: Professionelle Begleitung von Führungskräften Coaching kann dabei helfen, dass ein Auslandseinsatz sowohl für den Mitarbeiter als auch für das Unternehmen zum Erfolg wird und auch der Wiedereinstieg im Heimatland besser gelingt. Dr. Karin von Schumann, Diplom-Psychologin, Managementcoach und Beraterin, Schumann Coaching & Consulting, München Professor Dr. Matthias Spörrle, Diplom-Psychologe, Professor an der Fachhochschule für angewandtes Management (FHAM) in Erding Internes Coaching: Die Stadt München baut auf Kompetenz im eigenen Haus Die Landeshauptstadt München setzt auf Coaching als nachhaltiges Qualifizierungsinstrument. Coaching-Angebote werden gezielt ausgebaut und fest in der Personalentwicklung von Führungskräften verankert. Dabei setzen die Münchner auf interne Coachs. Stefan Scholer, Diplom-Soziologe, Leiter des Aus- und Fortbildungszentrums der Landeshauptstadt München
Führung entscheidet: Die Förderung der Innovationskraft alternder Belegschaften Mitarbeiter schaffen mit ihren Ideen die Grundlage für Innovationen und für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Dabei steigt die Zahl älterer Mitarbeiter ständig. Eine Forschergruppe hat untersucht, wie das die Innovationskraft von Unternehmen beeinflusst.Dr. Eric Kearney, Professor für Organizational Behavior & Human Resource Management an der Gisma Business School in Hannover Getrennte Welten: Bei Personalern klaffen Fremd- und Eigenbild weit auseinanderPersonaler nehmen sich und ihre Leistungen deutlich anders wahr als ihre Kunden. Das zeigt die Studie zum „HR-Image 2011“.Dr. Christoph Beck, Professor an der University of Applied Sciences in Koblenz im Fachbereich Betriebswirtschaft und für das Lehrgebiet Human Resources Management verantwortlich Meditation für Manager: Selbsthilfe gegen Burnout?Wissenschaftliche Studien bestätigen die Wirksamkeit von Meditation – auch ohne religiöses oder esoterisches Beiwerk – als kostengünstige Präventionsmethode gegen Stress.Cornelia Eybisch-Klimpel, Diplom-Psychologin, Trainerin und Beraterin zur Berufsgestaltung, Berlin
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