Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2013 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2013

Raus aus der Stressfalle
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0313002
Seiten:68
Erschienen:2013
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Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2013

Raus aus der Stressfalle

Selbst wenn Stress zunehmend ein Thema ist – hohe Arbeitsintensität allein führt nicht automatisch zu mehr psychovegetativen Beschwerden oder Erschöpfung. Auch positiv wirkende Ressourcen – wie soziale Unterstützung und mehr Handlungsspielräume – spielen eine wichtige Rolle. Dabei trifft die Stressbelastung Führungskräfte oft gleich doppelt: Kollegen erwarten Hilfe, und zum anderen müssen sie ihren eigenen Stress bewältigen. Eine Ausbildung zum Stressberater kann hier Abhilfe schaffen. Präventiv können auch bedarfsorientierte und wertschätzende Mitarbeitergespräche wirken, wie eine qualitative Studie zeigt. Und einige Unternehmen schulen bereits ihre Auszubildenden im richtigen Umgang mit Stress, damit sie die hohen beruflichen Anforderungen auch langfristig gut bewältigen.

 

Aus dem Inhalt:

Stress aktuell – psychische Belastung in Deutschland
Der Stressreport zeigt, wie verbreitet psychische Belastung in Deutschland ist. Dabei wird deutlich, dass Anzahl, Höhe und Kombinationen psychischer Anforderungen und Ressourcen sehr unterschiedlich ausfallen. Ein ganzheitlicher Blick auf die Arbeitsbedingungen ist nötig.
Andrea Lohmann-Haislah, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Fachgruppe „Psychische Belastung und Betriebliches Gesundheitsmanagement“ bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in Berlin

Life-Balance: Mehr Zeit für Persönliches
Das Konstrukt Work-Life-Balance wird den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht. Neben der Zeit für Arbeit und Soziales brauchen Menschen auch Zeit für sich. Ein dreidimensionales Modell erweist sich als besserer Prädiktor für das individuelle Gesundheitsempfinden.
Dr. rer. nat. Pia Weiherl (geb. Grisslich), Diplom-Psychologin, Vorstandsassistenz bei der Allianz Versicherungs-AG in Unterföhring bei München
Dr. rer. nat. Antje Proske, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Assistentin an der Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens der Technischen Universität Dresden
Professor Dr. Hermann Körndle, Diplom-Psychologe, Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens an der Technischen Universität Dresden

Standpunkt: Warum wir wieder mehr träumen müssen
Der Stressfalle können wir nur entkommen, wenn wir uns den bedrohlichen Luxus von Übergängen gönnen – von Zeiten, die wirklich freigestellt sind und keinem Verwertungsanspruch gehorchen.
Stephan Grünewald, Diplom-Psychologe, Geschäftsführer des Rheingold Instituts in Köln und Autor des Buchs „Die erschöpfte Gesellschaft: Warum Deutschland neu träumen muss“, Campus, Frankfurt am Main 2013, 192 Seiten, 19,99 Euro.

Mit Simba aus der Stressfalle – Weiterbildung für Multiplikatoren
Ein von Arbeitspsychologen und Sozialpädagogen der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen entwickeltes Programm schult Mitarbeiter von Unternehmen zum internen Stressberater.
Heike Walgenbach, Diplom-Psychologin, Referentin für Arbeits- und Organisationspsychologie bei der Unfallkasse NRW
Ina Sieler, Diplom-Sozialpädagogin/Dipl.-Sozialarbeiterin, Referentin für Arbeits- und Gesundheitsschutz bei der Unfallkasse NRW

Auszubildende im Stress? Was Unternehmen tun können
Der Einstieg ins Berufsleben stellt Jugendliche vor neue Herausforderungen. Einige Unternehmen haben hier bereits Handlungsbedarf erkannt und setzen auf Prävention in jungen Jahren.
Dirk Schulten, Geschäftsführender Gesellschafter bei Motio München/Karlsruhe
Katharina Wußler, Diplom-Betriebswirtin, Beraterin für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Marketing bei Motio München

Prävention des Burnout-Syndroms: Mitarbeitergespräche als wichtiger Ansatzpunkt
Viele Organisationen legen den Fokus ihres Gesundheitsmanagements noch zu wenig auf präventive Maßnahmen beispielsweise zur Burnout-Prophylaxe. Eine qualitative Studie zeigt, dass das Thema in Unternehmen noch immer tabuisiert wird und dass die Burnout-Gefahr für Mitarbeiter umso höher ist, je weniger bedarfsorientierte und wertschätzende Mitarbeitergespräche geführt werden.
Sandra Waldhauser, Bachelor Wirtschaftspsychologie, derzeit Praktikantin in der Führungskräftequalifizierung bei BMW Group München
Simon Werther, Diplom-Psychologe, geschäftsführender Partner der Unternehmensberatung HRinstruments, Geschäftsführer des Münchner Instituts für systemische Weiterbildung, selbstständiger Trainer, Berater, Coach und Dozent

Gefangen in der Opferrolle: Persönlicher Stress durch Kränkungen
Führungskräften ist häufig weder bewusst, wie sie durch ihr eigenes Verhalten ihre Mitarbeiter kränken, noch reflektieren sie über ihre eigenen Kränkungen. Das verschlechtert das Arbeitsklima und erhöht die psychische Belastung für beide Seiten.
Dr. Bärbel Wardetzki, M.A., Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin und Pädagogin in freier Praxis; sie arbeitet auch als Supervisorin und Coach, München

Mentale Arbeitszeit: Wann die Arbeit als Arbeit erlebt wird
Flexible Arbeitszeitmodelle ermöglichen eine freie Wahl der Zeiteinteilung und des Arbeitsorts. Doch wie empfinden die Betroffenen die Situation? Und was erleben sie als Stress- und Entlastungsfaktoren?
Dr. Ulrich Stephany, M.Sc. in Psychologie, Change-Management-Berater bei BMW in München
Sandra Thiersch, MA in Erziehungswissenschaft, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der School of Education an der Technischen Universität München

Frühwarn-Cockpit: Stressmanagement bei der Deutschen Telekom
Resilienz-Workshop, Stress-Coaching und eine „Blackberry-Richtlinie“ – mit zahlreichen Maßnahmen und vielfältigen Angeboten wirkt die Deutsche Telekom der zunehmenden Arbeitsbelastung entgegen.
Dr. med. Anne-Katrin Krempien, Fachärztin für Innere Medizin und Arbeitsmedizin, Leitende Ärztin der Deutschen Telekom und Leiterin des Bereichs Health & Safety Management in Bonn

 

Forum

Stereotype stehen Kopf – warum heute ein androgyner Führungsstil gefragt ist
Männer oder Frauen, Jüngere oder Ältere – wer wird von Mitarbeitern in verschiedenen Problemsituationen bevorzugt? Eine Studie bei der Stadtverwaltung München zeigt: Erfahrene, weibliche Führungskräfte stehen hoch im Kurs, jüngere, männliche Führungskräfte müssen um Akzeptanz kämpfen.
Charlotte Goldstein, Wirtschaftspsychologin M.A., Goldstein Coaching Consulting
Alexander Lendner, Diplom-Verwaltungswirt, Leiter der zentralen Fortbildung der Landeshauptstadt München

Die Hirnblockade – oder warum sich Menschen nur schwer ändern
Veränderungen erzeugen Widerstand, auch wenn sie dem Betroffenen durchaus Vorteile bringen. Grund dafür ist die Funktionsweise des Gehirns mit seinen vier Ebenen der Persönlichkeit.
Dr. Dr. Gerhard Roth, Biologe, Promotion in Philosophie und in Zoologie, Professor für Verhaltensphysiologie und Professor am Institut für Hirnforschung an der Universität Bremen, Geschäftsführer der Roth GmbH – Applied Neuroscience, Bremen

Der Wert der Werte: Notwendigkeit und wichtiger Erfolgsfaktor
Alle sprechen über Werte – aber was bedeuten Werte für Unternehmen und Personalarbeit? Wie kann man Werte messen? Und wie lässt sich Werteorientierung im Unternehmen fördern?
Dr. Günter Trost, Diplom-Psychologe, Honorarprofessor an der Universität Heidelberg, Mitbegründer und Gesellschafter ITB Consulting in Bonn
Anke Terörde-Wilde, Diplom-Psychologin, Human-Resources-Consultant der ITB Consulting, Trainerin und Coach in systemischer Beratung

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Wissenschaftler und Praktiker berichten hier ausführlich und praxisnah über die psychologischen Hintergründe in der Wirtschaft. Jede Ausgabe geht einem Thema aus dem Bereich Personal und Management auf den Grund. Die Artikel des Themenschwerpunkts werden von Autoren beigesteuert, die allesamt Experten sind. Sie vermitteln neue Ideen und klares Handlungswissen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP).

Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer.