Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2014 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2014

Der Wert der Werte
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0314004
Seiten:68
Erschienen:2014
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Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2014

Der Wert der Werte

Was zählen Werte in der heutigen Wirtschaft wirklich? Sind sie nur ein Lippenbekenntnis oder werden sie auch gelebt? Oder geht es letztlich nicht doch nur um die Rendite und darum, sich selbst am besten zu positionieren – egal zu welchem Preis? Vielleicht wären Erwerbs- und Erlebnisgemeinschaften eine Alternative? Sie stellen sich dem externen Wettbewerb auf den relevanten Märkten, reduzieren aber den internen Wettbewerb zugunsten einer Wertegemeinschaft. Die Sehnsucht nach Respekt ist mehr als nur ein Kuschelfaktor. Mitarbeiter wollen respektvoll behandelt werden, vor allem von ihren Führungskräften. Dazu gehört auch eine authentische Führung. Wer authentisch geführt wird, entwickelt ein stärkeres Vertrauen in seinen Vorgesetzten und ist zufriedener mit ihm. Doch was steckt hinter Authentizität? Eine Voraussetzung dafür ist es, seine eigenen Werte zu klären, um sie dann als Kompass für sein Handeln zu nutzen. Dabei helfen zum Beispiel die Methoden der Akzeptanz- und Commitment-Therapie.

 

Aus dem Inhalt: 

Unternehmenssteuerung durch Werte: Nach vorn mit Blick zurück?
Werte haben sich in einem bestimmten Kontext entwickelt und sich dabei als hilfreich erwiesen. Doch an welchen Werten muss sich ein Unternehmen ausrichten, um zukunftsfähig zu bleiben? Und wie etabliert man einen nachhaltigen Wertekompass?
Klaus Doppler, Dr. phil., Studium der Theologie und Psychologie (Promotion), selbstständiger Verhaltenstrainer, Organisations- und Managementberater in München, Mitbegründer und langjähriger Mitherausgeber der Zeitschrift „Organisationsentwicklung“

In Vertrauen investieren: Welches Spiel spielen wir?
Vertrauen ist ein Vermögenswert. Es reduziert Komplexität, Kosten und notwendige Kontrollen. Aber es ist auch ein Risiko für den Vertrauensgeber und fordert Verzicht vom Vertrauensnehmer.
Prof. Dr. rer. pol. Andreas Suchanek, Inhaber des Dr. Werner Jackstädt-Lehrstuhls für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der HHL Leipzig Graduate School of Management, Vorstand des Wittenberg-Zentrums für Globale Ethik

Einer für alle, alle für einen – Wertegemeinschaften als neues Paradigma?
Erwerbs- und Erlebnisgemeinschaften stellen sich dem externen Wettbewerb auf den relevanten Märkten, reduzieren aber den internen Wettbewerb zugunsten einer Wertegemeinschaft. Sie folgen den drei Grundprinzipien der Leistung, Solidarität und Subsidiarität.
Univ.-Prof. Dr. Manfred Becker, emeritierter Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Organisation und Personalwirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Geschäftsführer der eo ipso Personal- und Organisationsberatung, Mainz

Werte in multinationalen Unternehmen – Transfer mit Hindernissen
Multinationale Unternehmen übertragen – meist von der Muttergesellschaft zu den ausländischen Tochtergesellschaften – unternehmenskulturelle Werte und Verhaltenskodizes. Die Praxis zeigt jedoch, dass diese häufig nicht einfach übernommen und integriert werden können.
Prof. Dr. Christoph Barmeyer, Diplom-Kulturwirt, Lehrstuhl für Interkulturelle Kommunikation an der Universität Passau
Prof. Dr. Eric Davoine, Diplom-Kaufmann, Lehrstuhl für Personalmanagement und Organisation an der Université Fribourg, Schweiz

Gefährliche Belohnungen: Wie Vergütungssysteme schaden können
Variable und leistungsabhängige Vergütungssysteme sollen motivieren und die Leistung steigern. Der Wirkung auf individueller und organisationaler Ebene stehen einige Argumente entgegen.
Daniel Gläser, Diplom-Psychologe, promoviert in der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg, Berater bei Förster und Netzwerk, Berlin

Mehr als ein Kuschelfaktor: Die Sehnsucht nach Respekt
Mitarbeiter wollen sich respektvoll behandelt fühlen, vor allem von ihren Führungskräften. Umgekehrt wollen sie auch ihrerseits ihre Führungskraft respektieren können. Beide Bedürfnisse sind tief im Menschen verwurzelt.
Catharina Decker, Diplom-Psychologin, stellvertretende Leiterin der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg und der Kühne Logistics University in Hamburg
Christina Mölders, Diplom-Psychologin, Leiterin der RespectResearchGroup an der Universität Hamburg und der Kühne Logistics University in Hamburg
Prof. Dr. Niels Van Quaquebeke, Diplom-Psychologe, Professor for Leadership and Organizational Behavior an der Kühne Logistics University in Hamburg

Innere Werte: Die Bedeutung von Authentizität
Authentische Menschen sind psychisch gesünder und zeigen bessere Leistungen. Mitarbeiter, die authentisch geführt werden, entwickeln stärkeres Vertrauen in ihre Führungskraft und sind zufriedener mit ihr. Doch was steckt hinter dem Begriff „Authentizität“?
Astrid Emmerich, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Arbeits- und Organisationspsychologie

Werte: Leitlinien für eine nachhaltige Selbstführung
Methoden der Akzeptanz- und Commitment-Therapie helfen, die eigenen Werte zu klären und als Kompass für das eigene Handeln zu nutzen.
Claus-Peter Ulitzner, Diplom-Psychologe, Senior Berater der GMP, Gesellschaft für Management-Psychologie, Hannover

Spiritualität in Organisationen: Orientierung an Werten
Neue Studien zeigen, dass Spiritualität im Unternehmen zur körperlichen und mentalen Gesundheit und zum subjektiven Wohlbefinden beiträgt. Ein Blick auf internationale Unternehmen und lokale Organisationen in Südafrika.
Claude-Hélène Mayer, Habilitation in Psychologie, Schwerpunkt Arbeits-, Organisations- und Kulturpsychologie, Visiting Professor UNISA, Pretoria, Privatdozentin am Lehrstuhl für Sprachgebrauch und Therapeutische Kommunikation, Europa Universität Viadrina, Frankfurt/Oder

Standpunkt: Zählt das Erreichte oder reicht das Erzählte?
Ein Plädoyer für verstärkte Werteorientierung bei der Besetzung von Vakanzen im Management.
Rüdiger Hossiep, Diplom-Psychologe, Leiter des Projektteams Testentwicklung an der Ruhr-Universität Bochum

 

Forum

Die gläserne Decke: Gendercheck beim Technologiekonzern Giesecke & Devrient  
Werden Frauen bei der Nominierung und Auswahl im Rahmen von internationalen Talentmanagement-Programmen benachteiligt? Beim Technologiekonzern Giesecke & Devrient stellte man sich diese Frage und änderte einige Punkte, um eine gendergerechte Diagnostik voranzutreiben.  
Simone Könen, Diplom-Psychologin, M.A. Personalentwicklung, Manager Personnel Development bei Giesecke & Devrient, München
Dr. Sonja Conrads, Diplom-Kauffrau, verantwortlich für die globale Personal- und Führungskräfteentwicklung bei Giesecke & Devrient, München

Lernen mit Planspielen: Rollen übernehmen in fehlerfreundlichen Umwelten
Brettspiele, Rollenspiele mit Computersimulationen oder Game-based Learning – Planspiele umfassen heute vielfältige Ansätze und erlauben kooperatives Probehandeln. Wichtig ist dabei vor allem das Debriefing, die Reflexion über das Erlebte.
Prof. Dr. Willy C. Kriz, Hochschullehrer für HRM und Führung an der FH Vorarlberg, Vorstand der Gesellschaft für Planspiele in Deutschland, Österreich und Schweiz (SAGSAGA), Präsident des internationalen Planspielfachverbands (ISAGA)

Der Einzelne und das Ganze: Managementdiagnostik und Kulturaudit
Erfolgreiche Veränderungsprozesse brauchen nicht nur eine gute Managementdiagnostik bei den Schlüsselpersonen, sondern auch eine Analyse der Unternehmenskultur und ihrer Werte. Nur so lassen sich die Wechselwirkungen erfassen und adäquat steuern.
Annett Diver, Diplom-Psychologin, Geschäftsbereichsleiterin Managementdiagnostik, ifp – Institut für Managementdiagnostik, Will und Partner, Köln

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Wissenschaftler und Praktiker berichten hier ausführlich und praxisnah über die psychologischen Hintergründe in der Wirtschaft. Jede Ausgabe geht einem Thema aus dem Bereich Personal und Management auf den Grund. Die Artikel des Themenschwerpunkts werden von Autoren beigesteuert, die allesamt Experten sind. Sie vermitteln neue Ideen und klares Handlungswissen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP).

 Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer.

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