Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2015 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2015

Mobil, flexibel und gestresst
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0315002
Seiten:68
Erschienen:2015
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Wirtschaftspsychologie aktuell 2/2015

Mobil, flexibel und gestresst

Die moderne Arbeitswelt stellt die Menschen vor enorme Herausforderungen. Alles wird schneller, komplexer und unsicherer. Verstärkt durch moderne Technologien wie das allgegenwärtige Smartphone steigt der Druck, ständig und überall präsent zu sein und zu antworten – selbst wenn das nicht immer notwendig wäre. Auch der Gesetzgeber hat inzwischen reagiert, und seit 2013 stehen Unternehmen in der Pflicht, eine Gefährdungsbeurteilung für psychische Belastungen am Arbeitsplatz durchzuführen. Was bisher kaum erkannt wird: Damit eröffnen sich auch Chancen für die Organisationsentwicklung. Um Mitarbeiter nachhaltig bei der Stressbewältigung zu unterstützen, braucht es ganzheitliche und psychologisch fundierte Konzepte. Notwendig sind aber auch neue Arbeitszeitmodelle, wie sie zum Beispiel die deutsche Telekom mit dem Teilzeit-Tandem auch für Führungskräfte eingeführt hat. Beide Partner können dabei ihre Arbeitszeit komplett flexibel und voneinander unabhängig gestalten.

 

Aus dem Inhalt: 

Smartphone & Co: Warum wir auch digitale Freizonen brauchen
Der ständige Blick aufs Smartphone senkt die Produktivität und verursacht Stress. Auch Symptome des klassischen Suchtverhaltens lassen sich beobachten.
Professor Dr. Christian Montag, Diplom-Psychologe, Heisenberg-Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm

Mobilität: Macht Pendeln unglücklich?
Pendeln macht krank, unglücklich und gestresst – so lautet die gängige Meinung. Stimmt das wirklich? Fragt man Pendler, so ergibt sich ein differenzierteres Bild: Sie entscheiden sich bewusst für das Pendeln, wissen sich zu helfen und haben Strategien entwickelt, um das Pendeln angenehmer zu gestalten.
Professor Dr. Christian Fichter, Promotion in Psychologie, Lic. phil. in Psychologie, Leiter Forschung und Entwicklung der Kalaidos Fachhochschule in Zürich

Gespür für andere Kulturen – wie sich interkulturelle Kompetenz messen lässt
Mit der zunehmenden Globalisierung der Wirtschaft gewinnt auch die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeiter an Bedeutung. Nun liegt erstmals ein valider Test für den Einsatz bei eignungsdiagnostischen Verfahren vor.
Dr. Claudia Harss, Diplom-Psychologin, Eigentümerin der Twist Consulting Group, München
Antonia Liebich, Master in Personalmanagement, Beraterin bei der Twist Consulting Group, München

Klare Strukturen statt Flexibilität: So tickt die Generation Z tatsächlich
Nach der Generation Y ist die Generation Z im Anmarsch. Für sie ist das Privatleben wichtiger als der Beruf, sie sucht klare Strukturen mit abgegrenzten Arbeitszeiten. Der durch Technologie und Globalisierung ermöglichten Flexibilität setzt sie klare Schutzmechanismen entgegen.
Professor Dr. Christian Scholz, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Organisation, Personal- und Informationsmanagement, an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken

Der kleine Unterschied: Weshalb Frauen anders gestresst sind als Männer
Häufig wird bei der Diskussion von psychischen Belastungen und möglichen Gegenmaßnahmen nicht zwischen Männern und Frauen differenziert. Dabei müssen durchaus Unterschiede berücksichtigt werden, sei es bei den Auslösern von Belastungen oder beim Umgang mit Stress.
Julia Scharnhorst, Diplom-Psychologin, Master of Public Health, Psychologie, Gesundheitswissenschaften, Inhaberin der Unternehmensberatung Health Professional Plus

Mehr innere Gelassenheit: Eine Jahresreise zur Stressprävention
Ein Qualifizierungsprogramm zeigt ein didaktisch innovatives und psychologisch ganzheitliches Interventionskonzept, das Mitarbeitern einfache und wirksame Impulse für den stressigen Alltag an die Hand gibt.
Sandra Kuhn-Krainick, Diplom-Psychologin, Inhaberin Selbstcoaching-Impulse in Schwetzingen

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen: Lästige Vorgabe oder Chance?
Seit Ende 2013 sind alle Arbeitgeber nach dem Arbeitsschutzgesetz verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung auch für die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz durchzuführen. Dabei kommt es in vielen Betrieben zu Unsicherheiten, und einige verkennen, dass der dadurch angestoßene Prozess auch eine Chance für die Organisationsentwicklung ist.
Claudia Clos, Diplom-Psychologin, Referentin für Arbeitspsychologie, Geschäftsbereich Prävention der Kommunalen Unfallversicherung Bayern, München

Teilzeit-Tandem: Zwei Arbeitsplätze, aber reduzierte Arbeitszeit
Die Deutsche Telekom hat mit einem Teilzeit-Tandem eine neue Variante der Teilzeitarbeit etabliert, die auch für Führungskräfte gilt. Jeder Mitarbeiter behält seinen Arbeitsplatz, arbeitet aber weniger, und die Tandem-Partner stimmen sich selbstständig ab.
Dr. Wolfgang Brnjak, Leiter der Abteilung Compensation, Benefits & Pension Services bei der Deutschen Telekom AG in Bonn
Diplom-Kauffrau Mao Anna Hibben, Senior Expertin Compensation & Benefits Projekt- und Produktmanagerin u. a. für das Produkt Tandem bei der Deutschen Telekom AG in Bonn

 

Forum

„Sag ich’s – oder besser nicht?“ Warum Depressive ihre Probleme oft verschweigen 
Die Zahl der Arbeitsausfälle wegen Depression ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Dennoch verheimlichen viele Erwerbstätige ihre depressiven Symptome. Grund dafür sind oft hartnäckige Vorurteile.
Alexandra Hauser, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Trainerin am LMU Center for Leadership and People Management
PD Dr. Silke Weisweiler, Diplom-Psychologin und M.A., Promotion und Habilitation in Psychologie, Projektleiterin LMU Center for Leadership and People Management
Professor Dr. Dieter Frey, Professor für Psychologie, Leiter des LMU Center for Leadership and People Management, Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Super-Leadership: Bessere Leistungen und mehr Arbeitsfreude
Bei der Führung durch Selbstführung, in der englischsprachigen Fachliteratur als „Super-Leadership“ bezeichnet, werden Mitarbeiter ermutigt und befähigt, Verantwortung zu übernehmen und eigenständig zu handeln.
Universitätsprofessor Dr. phil. Günter F. Müller, Diplom-Psychologe, bis 2012 Leiter des Arbeitsbereichs „Psychologie des Arbeits- und Sozialverhaltens“ am Fachbereich Psychologie der Universität Koblenz-Landau, Partner der Markt und Sozialforschung und Psychologischen Personalberatung UMBRA-Landau
Dr. phil. Martin Sauerland, Diplom-Psychologe, Akademischer Oberrat im Arbeitsbereich Sozial- und Wirtschaftspsychologie der Universität Koblenz-Landau, Trainer, Berater und Coach

Die Qual der Vorauswahl: Online-Tests identifizieren geeignete Kandidaten besser als Schulnoten
Eine Studie zeigt, dass Online-Tests besser geeignet sind als Schulnoten, um eine Vorselektion von Bewerbern im Hinblick auf einen beaufsichtigten und somit rechtssicheren Leistungstest zu treffen. Auch hinsichtlich der Objektivität und Fairness sind Online-Tests gegenüber Schulnoten im Vorteil.
Benjamin Haarhaus, Diplom-Psychologe, B.Sc. in Wirtschaftswissenschaften, Mitarbeiter im Bereich Testentwicklung und Eignungsdiagnostik bei der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen e. V. in Düsseldorf
Birk Diedenhofen, Diplom-Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Düsseldorf, Institut für Experimentelle Psychologie, Abteilung für Diagnostik und Differentielle Psychologie

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Wissenschaftler und Praktiker berichten hier ausführlich und praxisnah über die psychologischen Hintergründe in der Wirtschaft. Jede Ausgabe geht einem Thema aus dem Bereich Personal und Management auf den Grund. Die Artikel des Themenschwerpunkts werden von Autoren beigesteuert, die allesamt Experten sind. Sie vermitteln neue Ideen und klares Handlungswissen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP).

Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer.