Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2018 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2018

Clever entscheiden
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0318001
Seiten:68
Erschienen:2018
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Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2018

Clever entscheiden

Fehlentscheidungen sind nicht nur unangenehm und oft teuer, sie können auch langfristige negative Folgen haben. Dennoch verwenden wir häufig zu wenig Sorgfalt in Entscheidungssituationen. Wir verwechseln Risiko mit Unsicherheit, bevorzugen den kurzfristigen Nutzen oder setzen auf Schnelligkeit statt auf gründliches Abwägen. Wer gute Entscheidungen treffen will, muss daher etliche Fallstricke beachten. Manchmal merken wir auch gar nicht, wie wir geschickt in eine bestimmte Richtung geschubst werden. Nicht umsonst gilt Nudging daher als eine der wirkungsvollsten Techniken der Verhaltenssteuerung. Aber auch unbewusste Annahmen oder Vorurteile beeinflussen unsere Entscheidungskompetenz. Der Bauch kommt dabei manchmal zu anderen Schlüssen als der Kopf – und das muss nicht immer schlechter sein, wie einige Experimente zeigen.

Aus dem Inhalt: 

Integratives Denken: Erst verstehen, dann entscheiden
Statt die gegnerische Position abzuwerten, sollte man intensiv in sie eintauchen, fordert der führende Managementdenker Roger Martin. Nur dann kann es gelingen, die Vorteile beider Seiten zu integrieren.
Roger Martin, MBA (Harvard), Akademischer Direktor des Martin Prosperity Institute an der Rotman School of Management an der University of Toronto, Kanada, vorher langjähriger Dekan der Rotman School of Management, Berater internationaler Konzerne,
Jennifer Riel, MBA, Adjunct Professor, Managing Director Knowledge Infrastructure Project an der Rotman School of Management

Entscheiden lernen – ein Modell für die Praxis
Erfolgreiches Handeln setzt gute Entscheidungen voraus. Vielen Menschen fäll es jedoch schwer, souverän zu entscheiden. Wo liegen die Ursachen für schlechtes Entscheidungsverhalten, und welche bewährten Strategien gibt es?
Dr. phil. Martin Sauerland, Diplom-Psychologe, Akademischer Oberrat an der Universität Koblenz-Landau im Bereich Wirtschaftspsychologie und selbstständiger Unternehmensberater
Universitätsprofessor Dr. phil. Günter F. Müller, Diplom-Psychologe mit Schwerpunkt ABO-, Wirtschafts- und Sozialpsychologie, Partner bei Umbra-Landau, Markt und Sozialforschung, Psychologische Personalberatung
Peter Gewehr, Studium der Pädagogik, Geschäftsführer der Anthropos­Personalberatung in Landau

Algorithmen bei der Personalauswahl – eine kritische und hoffnungsvolle Betrachtung
Personalentscheidungen zu treffen, ist eine verantwortungsvolle und komplexe Aufgabe. Können computerbasierte Algorithmen dabei helfen? Oder führen sie in die Irre? Und wie sieht es mit der Prognosegüte aus?
Markus Langer, Master of Science in Psychologie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeits- und Organisationspsychologie an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken
Kevin Baum, Master of Science in Informatik, Master of Arts in Philosophie, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Praktische Philosophie und in der Informatik an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken
Prof. Dr. Cornelius J. König, Diplom-Psychologe, Lehrstuhlinhaber Arbeits- und Organisationspsychologie, Universität des Saarlandes in Saarbrücken

Personalauswahl: Praktiker überschätzen ­Validität von Auswahlverfahren
Die Validität von Auswahlverfahren bei Personalentscheidungen wird deutlich zu hoch eingeschätzt.
Lisa Varelmann, B. Sc. Wirtschaftspsychologie, Studentin der Wirtschaftspsychologie (M. Sc.) an der Universität Bremen
Prof. Dr. Uwe Peter Kanning, Diplom-Psychologe, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück

Nudging – eine erstaunliche Erfolgsgeschichte
Nudges sind kleine Schubser, die Entscheidungen von Menschen systematisch und oftmals unbemerkt beeinflussen und die sich zunehmend verbreiten. Die einen sehen darin sinnvolle Hilfestellungen, die anderen eine fragwürdige Manipulation.
Dr. Tobias Vogel, Diplom-Psychologe, Dozent und Forscher am Lehrstuhl für Konsumenten- und Ökonomische Psychologie der Universität Mannheim, Berater bei Decision-Context in Heidelberg

Bauch oder Kopf? Wann Nachdenken schaden kann
Wer über genug Expertise in dem entsprechenden Bereich verfügt, sollte bei Prognoseentscheidungen besser nicht nachdenken, sondern sich auf sein implizites Wissen verlassen. Das zeigen mehrere Experimente.
Prof. Dr. Volker Lingnau, Diplom-Ingenieur, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensrechnung und Controlling an der Technischen Universität Kaiserslautern
Till E. Dehne-Niemann, Diplom-Sozialwissenschaftler, Doktorand am Lehrstuhl für Unternehmensrechnung und Controlling an der Technischen Universität Kaiserslautern

Clever entscheiden? Welche psychologischen und logischen Fallen es dabei gibt
Schnelles und kurzfristiges Denken, das Verwechseln von Risiko und Unsicherheit – wer gute Entscheidungen treffen will, muss etliche Fallstricke beachten.
Heinz Jiranek, Diplom-Psychologe, Geschäftsführer des ifb-Jiranek, Institut für Betriebspsychologie in Neufahrn bei München

Forum

Genuss versus Zurückhaltung – eine neue Kulturdimension
Die neue Dimension „Genuss“ ergänzt die von dem Niederländer Geert Hofstede entwickelten fünf Kulturdimensionen und bringt auch für Praktiker einen Mehrwert.
Dr. Claudia Harss, Diplom-Psychologin, Inhaberin Twist Consulting Group in München, Zertifizierte Beraterin für den CWQ
Sonja Nitsch, Diplom-Dolmetscherin, Geschäftsführerin Twist Consulting Group in München

Stress hat viele Gesichter – warum eine genaue Diagnostik wichtig ist
Die Symptome von Stress sind vielfältig und lassen keine Rückschlüsse auf die Ursachen zu. Schuld sind häufig auch innere Antreiber. Das Zuger Stress- & Persönlichkeits-Profil hilft bei gezielter Diagnostik.
Dr. phil. Cornelia Nussle, Lizentiat in Psychologie (Universität Zürich), Promotion zu „Professionalität und Qualität in Beratung und Therapie“, Gründerin und Leiterin von Psycon in Zug, Schweiz

Sanft aussteigen oder umsteigen – ein Konzept für Mitarbeiter 55plus
Weil die Gruppe der über 55-jährigen Mitarbeiter immer größer wird, ermöglicht die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen individuelle Übergänge in den Ruhestand und will so die Leistungsfähigkeit und Motivation ihrer älteren Mitarbeiter erhalten.
Michael Bügler, Diplom-Betriebswirt (FH), Leiter Personalbetreuung und -entwicklung bei der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Wissenschaftler und Praktiker berichten hier ausführlich und praxisnah über die psychologischen Hintergründe in der Wirtschaft. Jede Ausgabe geht einem Thema aus dem Bereich Personal und Management auf den Grund. Die Artikel des Themenschwerpunkts werden von Autoren beigesteuert, die allesamt Experten sind. Sie vermitteln neue Ideen und klares Handlungswissen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP). 

Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer