Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2018 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2018

Kampf um Aufmerksamkeit
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0318004
Seiten:68
Erschienen:2018
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Wirtschaftspsychologie aktuell 4/2018

Kampf um Aufmerksamkeit

Effizientes Arbeiten benötigt ungeteilte Aufmerksamkeit. Die kognitive Fähigkeit zur Fokussierung ist daher eine wichtige Kernkompetenz im Berufsleben. Doch ob sie sich durch ein kognitives Training oder einen Achtsamkeitskurs steigern lässt, ist noch eine ungeklärte Frage der Kognitionspsychologie. 
Im Wettbewerb um die Aufmerksamkeit wird es für die Anbieter von Websites immer schwieriger, Beachtung zu finden. Wovon es abhängt, ob Nutzer eine Website attraktiv finden, zeigen mehrere Studien. Dabei gilt: Ästhetik zieht an, Inhalt überzeugt. 
Was früher die Visitenkarte oder die Bewerbungsunterlagen waren, ist heute die digitale Selbstdarstellung. Und um in der Masse der optimierten Profile aufzufallen, setzt so mancher auf kontrollierte Regelbrüche oder Provokationen. Doch letztlich muss auch die auffallendste Online-Inszenierung des Ichs in der Realität bestehen.

Aus dem Inhalt: 

Von Nudging und Doppelhaken: Wie IT-Konzerne unsere Aufmerksamkeit fesseln
Die Digitalisierung führt zu einer psychologischen Entwertung intelligenter Arbeit und damit zu einer Identitätskrise. An ihre Stelle treten der Wunsch nach Berühmtheit und Bekanntheit im Internet.
Prof. Dr. Christian Montag, Diplom-Psychologe, Heisenberg-Professor für Molekulare Psychologie an der Universität Ulm, Visiting-Professor im neuScan Lab an der University of Electronic Sciences and Technology of China in Chengdu, China

Geteilte Aufmerksamkeit – wie gut funktioniert Multitasking?
Effizientes Arbeiten erfordert die ungeteilte Aufmerksamkeit und Konzentration auf die momentane Aufgabe. Aber kann man seine Aufmerksamkeit überhaupt teilen? Und lässt sich Multitasking trainieren? Das sind wichtige Fragen der psychologischen Kognitionsforschung.
Prof. Dr. Iring Koch, Diplom-Psychologe, Inhaber des Lehrstuhls für Psychologie I an der RWTH Aachen University
Prof. Dr. Andrea Kiesel, Diplom-Psychologin, Leiterin der Abteilung Allgemeine Psychologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Digital Hit oder digital Shit? – Was Menschen im Netz wirklich bewegt
Wie gut digitale Werbung funktioniert, ist noch immer unklar. Und werbetreibende Unternehmen rutschen weiter in alte Fehler: Sie stören, nerven und vergessen, dass Menschen Geschichten faszinieren.
Ines Imdahl, Diplom-Psychologin und Geschäftsführerin des Rheingold Salon, Köln

Websites: Vom Ersteindruck zur Weiterempfehlung
Wovon hängt es ab, ob eine Website für Nutzer und Nutzerinnen attraktiv ist und die Aufmerksamkeit bindet? Mehrere Studien geben dazu Auskunft.
PD Dr. Meinald T. Thielsch, Diplom-Psychologe, Akademischer Rat in der Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Universität Münster, Mitglied im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung

Fokussierung der Aufmerksamkeit: Können Trainings dabei helfen?
Die kognitive Fähigkeit zur Fokussierung ist eine wichtige Kernkompetenz. Ob sie sich durch ein ko-gnitives Training oder einen Achtsamkeitskurs steigern lässt, ist jedoch noch offen. Und nicht jeder Moment der Unaufmerksamkeit ist auch unproduktiv.
PD Dr. Jan Rummel, Diplom-Psychologe, Nachwuchsgruppenleiter an der Universität Heidelberg
Dr. Christine Hildesheim, Diplom-Psychologin, Nachwuchsgruppenleiterin an der Universität Heidelberg

Emotionen wecken Aufmerksamkeit – ein Blick auf neurowissenschaftliche Erkenntnisse
Emotional motivierte Aufmerksamkeit hängt vor allem von der emotionalen Intensität der Umgebungsreize ab. Ob diese positiv oder negativ sind, spielt eine geringere Rolle, wobei negative Reize häufig mehr Aufmerksamkeit bewirken – auch weil sie öfter überraschend sind.
Prof. Dr. Johanna Kißler, Diplom-Psychologin, Professorin für allgemeine Psychologie und affektive Neuropsychologie an der Universität Bielefeld

Online ein Rad schlagen – die Inszenierung des digitalen Ichs
Wie lässt sich mit der digitalen Selbstdarstellung Aufmerksamkeit gewinnen? Helfen dabei kontrollierte Regelbrüche oder Provokationen? Eine medien-psychologische Perspektive.
Dr. Astrid Carolus, Diplom-Psychologin, Akademische Rätin am Lehrstuhl Medienpsychologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU)
Jenny Heeger, Studentin Medienkommunikation, Studentische Mitarbeiterin am Lehrstuhl Medienpsychologie an der JMU

 

Forum

Coaching – Achtung, Ideologie!
Hinter scheinbar neutralen Coaching-Methoden verbergen sich nicht selten fragwürdige und esoterische Weltanschauungen. Eine kritische Analyse.
Georg Steinmeyer, promovierter Politologe in Berlin

Mitarbeiterbefragungen – bei den Unternehmen nach wie vor ein etablierter Klassiker
Mitarbeiterbefragungen sind bei den größten Firmen im deutschsprachigen Raum absoluter Standard. Eine aktuelle Follow-up-Studie zeigt, wie sie gestaltet sind und worauf es ankommt. 
Dr. Philip Frieg, Diplom-Psychologe, Projektleiter im Projektteam Testentwicklung, Ruhr-Universität Bochum
Dr. G. Rüdiger Hossiep, Diplom-Psychologe, Gesamtleitung Projektteam Testentwicklung, Ruhr-Universität Bochum

Wirtschaftspsychologen – das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Praxis
Wirtschaftspsychologen profitieren in der Praxis von ihrem Studium. Sie sehen ihre Stärken bei den fach-lichen Kompetenzen, einer starken Forschungsorientierung und der kritischen Reflexion bestehender Praxismethoden. Schwächen gibt es bei der Selbstvermarktung und Durchsetzungsstärke. Das zeigt eine neue Studie.
Prof. Dr. Uwe Peter Kanning, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Hochschule Osnabrück
Maren Horenburg, Diplom-Psychologin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Science to Business GmbH in Personalberatungsprojekten
Wilhelm Schilling, Diplom-Psychologe, Vorsitzender des Vorstands der Sektion Wirtschaftspsychologie im BDP e. V

Digitale Transformation: Empowerment auf allen Ebenen des Unternehmens
Menschen haben eine Präferenz für hierarchische Strukturen. Doch in Zeiten der digitalen Transformation und der zunehmenden Komplexität ist das nicht das effizienteste Organisationsprinzip. Daher stellt sich die Frage, was Unternehmen tun können, um Hierarchien abzubauen, demokratischer zu werden und Mitarbeiter zu „empowern“. 
Prof. Dr. Prisca Brosi, Wirtschaftsingenieurin, Associate Professor of Human Resource Management an der Kühne Logistics University, Hamburg
Prof. Dr. Isabell M. Welpe, Diplom-Kauffrau, Inhaberin des Lehrstuhls für Strategie und Organisation an der Technischen Universität München

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Fachleute aus Wissenschaft und Praxis berichten hier fundiert und anschaulich über psychologische Erkenntnisse aus der Forschung und deren Umsetzung in Unternehmen Jede Ausgabe geht einem Thema aus dem Bereich Personal und Management auf den Grund. Die Artikel des Themenschwerpunkts werden von Autoren beigesteuert, die allesamt Experten sind. Sie vermitteln neue Ideen und klares Handlungswissen. Die Zeitschrift ist zudem das Verbandsorgan der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP). 

Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer.