Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2020 Sektion Wirtschaftspsychologie (BDP) (Hrsg.)

Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2020

Das (un)organisierte Selbst
ISSN:1611-9207
Bestellnr.:0320001
Seiten:68
Erschienen:2020
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Wirtschaftspsychologie aktuell 1/2020

Das (un)organisierte Selbst

Schneller, besser und effizienter – nicht zuletzt die Digitalisierung forciert unsere Selbstoptimierung. Wir wollen mehr in kürzerer Zeit und wir vergleichen uns ständig mit anderen. Personal-Tuning statt Persönlichkeitsentwicklung. Dabei verlieren wir immer stärker den Bezug zu unserem individuellen Selbst und werden unzufriedener. Die Orientierung aus dem Inneren ist ein wichtiger Schutzfaktor gegen den Stress. Das gilt besonders für Führungskräfte, die derzeit einem starken Rollenwandel und erhöhten Anforderungen ausgesetzt sind. Um dabei gesund und leistungsfähig zu bleiben, ist für sie die Herstellung einer kohärenten Identität zwischen ihrem früheren und ihrem aktuellen Selbst wichtig. Psychisches Wohlbefinden am Arbeitsplatz hat viele Aspekte. Woran es sich messen lässt, hat das Leipziger Start-up Mindance untersucht und daraus einen Fragebogen und eine App mit einem mentalen Training entwickelt, das sich den individuellen Bedürfnissen des Nutzers anpasst.

 

Aus dem Inhalt: 

Wenn Bauch und Kopf sich einig sind – wie man sich durch passende Ziele langfristig motiviert
Um Ziele konsequent zu verfolgen und zu erreichen, müssen sie nicht nur den expliziten, sondern auch den impliziten Motiven entsprechen. Doch die sind vielen Menschen nicht bewusst.
Johann Gutzmer, Master of Science in Psychologie, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Psychologie an der Technischen Universität München
Dr. phil. Andrea Paulus, Diplom-Psychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken

Im Kopf eines Elefanten – die Last des ständigen Aufschiebens
Die Beschleunigung, aber auch besonders Unsicherheit, Komplexität, Mehrdeutigkeit und Instabilität sind Begriffe, mit denen die heutige Arbeitswelt immer
öfter umschrieben wird. Dabei möchten viele Unternehmen ihren Gewinn maximieren – doch wo bleiben die Mitarbeiter?
Dr. Gayannée Kedia, Master in Biologie und in Kognitiver Psychologie, Promotion in Psychologie, Assistant Professor für Sozialpsychologie und Neurowissenschaften am Institut für Psychologie der Karl-Franzens-Universität Graz, Schreibcoach und
Gründerin von abrilliantmind.blog
Prof. Dr. Katja Corcoran, Diplom-Psychologin, Promotion in Psychologie, Stipendiatin der Humboldt-Stiftung an der Northwestern University, Evantston/USA, Leiterin Arbeitsbereich Sozialpsychologie am Institut für Psychologie der Universität Graz

Wie Technologien das Vergessen unterstützen – und warum das wichtig ist
Menschliches Vergessen hat kein gutes Renommee und wird oft mit Schwäche assoziiert. Dabei ist Vergessen für die Bewältigung unseres Alltags unabdingbar und kann sogar die Leistung verbessern, wie neuere Studien zeigen.
Prof. Dr. Guido Hertel, Diplom-Psychologe, Universitätsprofessor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
Sarah M. Meeßen, Master of Science Psychologie, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Organisations- und Wirtschaftspsychologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

App fürs Wohlbefinden – der persönliche Assistent für die Psyche
Die App „Mindance“ erstellt für ihre Nutzer ein mentales Training, das darauf ausgerichtet ist, Stress am Arbeitsplatz zu reduzieren und das psychische Wohlbefinden zu verbessern.
Lara Herzberg, Master of Science Sozial-, Gesundheits-und Organisationspsychologie, Head of Training bei Mindance in Leipzig
Lukas Stenzel, Master of Science Psychologie, Co-Founder & CSO bei Mindance in Leipzig

Hirndoping – nur kurzfristig fit und mit Nebenwirkungen
Um den zunehmenden Leistungsdruck in der Arbeitswelt zu bewältigen, greifen immer mehr Menschen zum Hirndoping, seien es Medikamente, illegale Drogen oder Energydrinks. Dabei sind deren leistungssteigernde Effekte nur wenig ausgeprägt und allenfalls kurzfristig.
Prof. Dr. med. Dr. disc. pol. Andreas G. Franke, Magister Artium, Promotion in Medizin und Soziologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Professor für Fallmanagement an der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit

Orientierung aus dem Inneren – Kohärenzsinn als Schutzfaktor gegen Stress
Führungskräfte sind einem starken Wandel sowie hohen Arbeitsbelastungen ausgesetzt und gelten als Risikogruppe für stressbedingte Erkrankungen. Dennoch gibt es viele Vorgesetzte, die sich einer guten psychischen Gesundheit erfreuen. Worin liegt ihr Geheimnis?
Tom Schneeberg, Master of Science Psychologie, Berater bei Bao in Berlin
Viktor Hermann, Bachelor of Arts Kommunikationspsychologie, Personalentwickler im Geschäftsbereich Produktion und Logistik bei Volkswagen in Wolfsburg

Die Dosis macht das Gift – die Grenzen der Optimierung
Sich selbst und Organisationen zu optimieren, liegt im Trend. Doch wer hier keine Grenzen zieht, zahlt einen hohen Preis.
Dr. Christoph Augner, MBA, Psychologe (Magister, Salzburg) und Hochschullehrer im Gesundheitswesen


Forum

Furchtlose Dominanz – Potenzial für Spitzenleistungen?
Das Merkmal „furchtlose Dominanz“ gilt als Facette einer psychopathischen Persönlichkeit. Doch neue Erkenntnisse zeigen ein anderes Bild. Menschen mit einer hohen Ausprägung dieses Merkmals können für Unternehmen von Vorteil sein – allerdings nur, wenn sie in ihrer Kindheit und Jugend gut sozialisiert worden sind.
Dr. Mareike Kholin, Master of Science in Psychologie, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung in Bonn
Hanna A. Genau, Master of Science in Psychologie, promoviert als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bonn
Prof. Dr. Gerhard Blickle, Diplom-Psychologe, Leiter der Abteilung für Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie am Institut für Psychologie der Universität Bonn

KI-Modelle in der Personaldiagnostik – eine kritische Betrachtung
Wie kann künstliche Intelligenz in der Personalauswahl eingesetzt werden? Welche Überlegungen sollten dabei im Vordergrund stehen? Die Skizzierung eines praxisnahen Bildes über den Einsatz im Recruiting.
Richard Justenhoven, Master of Arts in Wirtschaftspsychologie, Director Global Products bei Aon‘s Assessment Solutions in Hamburg
Moritz Schöffel, Master of Science in Psychologie, Consultant für eignungsdiagnostische Verfahren bei Aon‘s Assessment
Solutions in Hamburg

Leadership-Kompetenzmodelle – ein Einblick in Strukturen, Typen und Schwerpunkte
Wer als Führungskraft erfolgreich sein will, braucht bestimmte Kompetenzen. Eine empirische Untersuchung zeigt, welche Kompetenzmodelle in Deutschland tätige Unternehmen anwenden und welche Relevanz die einzelnen Fähigkeiten haben.
Prof. Dr. Stephan Weinert, Diplom-Ökonom, MBA, Promotion in Internationalem Management, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen

Von Fischen und Münzwürfen – warum sich Typentests nicht für die Personalarbeit eignen
Nach wie vor sind Typentests im HR-Bereich weit verbreitet. Dabei spricht vieles dagegen. Sie sind nicht reliabel, nicht eindeutig, theoretisch zu eng und durch die Art der Auswertung für die Eignungsdiagnostik nicht geeignet.
Prof. Dr. Matthias Ziegler, Diplom-Psychologe, Professor für Psychologische Diagnostik am Institut für Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin

 

Wirtschaftspsychologie aktuell – Zeitschrift für Personal und Management – erscheint viermal im Jahr und ist das führende Fachmagazin für wirtschaftspsychologische Themen und Trends. Viermal im Jahr berichten darin Fachleute aus Wissenschaft und Praxis fundiert und anschaulich über psychologische Erkenntnisse aus der Forschung und deren Umsetzung in Unternehmen. Die Zeitschrift ist zudem das Organ der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband deutscher Psychologinnen und Psychologen e. V. (BDP).

Die Leser der Zeitschrift sind Führungskräfte, Personalexperten, HR-Verantwortliche, Wirtschaftspsychologen, Trainer, Coaches, Berater und Unternehmer