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Lernen von Désirée Meuthen: Soziale Netzwerke – 4 Tipps, wie man diese als Werbeplattform nutzen kann

Soziale Netzwerke werden als kostenloses Marketinginstrument immer beliebter – und das hat seine Gründe: Die Anzahl der aktiven Nutzer auf Facebook, Instagram, YouTube & Co. steigt rasant. Noch nie war es so einfach, bestimmte Zielgruppen passgenau zu adressieren – und das gilt nicht nur für große Unternehmen, sondern auch für Berufsgruppen wie Psychotherapeuten, Berater oder Coaches. Die Psychologin und Kommunikationswissenschaftlerin Désirée Meuthen gibt Tipps, wie man soziale Netzwerke als Werbeplattform nutzen kann.

Lernen von Désirée Meuthen: Soziale Netzwerke – 4 Tipps, wie man diese als Werbeplattform nutzen kann |

Tipp 1: Social Media-Aktivitäten planen

Bevor man mit dem Social Media-Marketing beginnt, ist es wichtig, sich eine grundlegende Sache bewusst zu machen: Der Erfolg steht und fällt mit einer durchdachten Planung. Zwei Fragen sind in diesem Zusammenhang besonders wichtig und liefern die Grundlage für die Social Media-Aktivitäten:

  1. Welche Zielgruppe möchte man erreichen?
  2. Was möchte man bei dieser Zielgruppe erreichen?

Tipp 2: Inhalte mit Wert bereitstellen

Egal, mit welchem Zweck das Netzwerk genutzt wird – die Social Media-Aktivitäten werden nur dann erfolgreich sein, wenn man Inhalte veröffentlicht, die von der Zielgruppe als wertvoll wahrgenommen werden. Dies können zum Beispiel eigene Artikel, Videos, Grafiken, Podcasts oder Fotos sein, aber auch Verlinkungen auf Inhalte von anderen, wenn diese zum eigenen Thema und den eigenen Adressaten passen.

Daher sollte man sich vor Erstellung eines Beitrages also immer fragen, was für die spezifische Zielgruppe von Wert sein könnte. Wichtig ist dabei, nicht von den eigenen Interessen auszugehen, sondern von denen der Zielgruppe (das ist nämlich ein Fehler, der in sozialen Netzwerken oft gemacht wird).

Welche Inhalte möglich sind

Grundsätzlich kommen für die Beiträge die folgenden drei Kategorien in Frage:

  1. Nutzen: Auflistungen, Anwendungsbeispiele, Lösungen, Statistiken, Tipps oder Strategien
  2. Unterhaltung: Geschichten, eigene Gedanken, motivierende Sprüche oder Vorstellung von Persönlichkeiten
  3. Aktuelles: Zeitgeschehen, Diskussionen oder Interviews

Innerhalb dieser Inhalte kann man dann auf die eigenen Angebote verweisen, zum Beispiel auf die Webseite oder Dienstleistung.

Egal, auf welchem Netzwerk man aktiv ist oder für welches Inhalts- und Medienformat man sich entscheidet: Wichtig ist immer, den Beiträgen einen ansprechenden Titel zu geben – zum einen um Aufmerksamkeit und Interesse zu erzeugen und zum anderen um den Adressaten den Wert seiner Beiträge zu verdeutlichen.

Tipp 3: Inhalte regelmäßig bereitstellen

Neben der Qualität der Inhalte kommt es auch auf deren Quantität an. Man sollte regelmäßig mit der Zielgruppe interagieren und kommunizieren, denn nur so wird Social Media-Marketing wirklich effektiv. „Regelmäßig“ bedeutet allerdings nicht für jeden das Gleiche. Ob man „nur“ einen Beitrag oder gleich drei Beiträge pro Woche veröffentlicht, ist nicht so relevant wie die Tatsache, dass man dies mit einer gewissen Regelmäßigkeit tut. Das Allerwichtigste aber ist: Immer konstant bleiben. Denn nur so wird man die Zielgruppe langfristig an sich binden können.

Tipp: Die gesamten Inhalte für die Social Media-Aktivitäten einmal im Monat direkt erstellen, anstatt dies wöchentlich zu tun. Dieses sogenannte Chunking ist meistens einfacher und mit insgesamt weniger zeitlichem und kognitivem Aufwand umzusetzen.

Zusätzlich dazu sollte man pro Tag etwa 5 bis 10 Minuten einplanen, um auf die möglichen Interaktionen der Zielgruppe zu reagieren. Auch dies ist wichtig, um eine Bindung zu den Adressaten aufzubauen.

Tipp 4: An berufsethischen Richtlinien orientieren

Gerade, wenn man in einem sensiblen Bereich wie beispielsweise Beratung tätig ist, wird man sich unweigerlich mit der Frage beschäftigen, ob soziale Netzwerke gegen berufsethische Auflagen oder den Datenschutz verstoßen. Diese Frage ist berechtigt, denn viele der gängigen Netzwerke haben ihren Sitz außerhalb von Europa, was gerade im Hinblick auf die seit dem 25. Mai 2018 geltende neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein Problem sein kann. Zudem gibt es nach jetzigem Stand keine verbindlichen Regeln, was für bestimmte Berufsgruppen erlaubt ist und was nicht.

Orientieren sollte man sich daher an den Richtlinien des jeweiligen sozialen Netzwerkes und vor allem an den entsprechenden berufsethischen Richtlinien. Generell ist es aber natürlich nicht verboten, als Berater oder Coach soziale Netzwerke zu nutzen. Dann sollte man allerdings darauf achten, was genau man veröffentlicht. Wenn man ganz neutral ein fachspezifisches Thema aufgreift oder allgemeine Tipps zu einem bestimmten Sachverhalt gibt, macht man damit nichts falsch. Eine Beratung sollte über die sozialen Netzwerke natürlich nicht erfolgen – genauso wenig, wie personenbezogene Daten beispielsweise über die Nachrichtenfunktion ausgetauscht werden dürfen.

Weiterführende Informationen

Weitere Themen für die Berufspraxis gibt es auf psylife.de

22. November 2018
Quelle: psylife.de
Symbolfoto: © rodion kutsaev – unsplash.com

 

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